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🇩🇪 Na­tur­recht & WiderstandsGeist

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🇩🇪 Mei­ne kur­zen Ge­dan­ken zu die­sem frem­den Ge­dan­ken*:
Wi­der­stands­Geist!

Se­hen wir uns den Ar­ti­kel „Gut, daß Du Dich auf­lehnst“ (Au­ßen­sei­ter sein un­ter Mit­läu­fer) von Syl­vie-So­phie Schind­ler aus der Sicht des Na­tur­rech­tes an, dann se­hen wir, daß die­ses ethi­sche und recht­li­che Kon­zept …

… auf der Vor­stel­lung ba­siert, daß be­stimm­te mo­ra­li­sche Prin­zi­pi­en und Rech­te uni­ver­sell und un­ab­hän­gig von men­schen­ge­mach­ten Ge­set­zen gel­ten.

Das Recht auf Wi­der­stand und Un­ge­hor­sam, ins­be­son­de­re ge­gen un­ge­rech­te oder un­de­mo­kra­ti­sche Re­gie­run­gen oder Ge­set­ze ist zu­dem ein Men­schen­recht. Wenn Men­schen die­se grund­le­gen­den Rech­te und Frei­hei­ten be­droht se­hen, müs­sen sie sich auf das Na­tur­recht, das oh­ne­hin über Staats­recht steht, be­ru­fen, um ihr Han­deln zu fun­die­ren. Es bil­det die sitt­li­che Grund­la­ge, um die Pflicht des Wi­der­stands ge­gen Au­to­ri­ta­ris­mus oder Un­ter­drü­ckung zu le­gi­ti­mie­ren, denn das Recht auf Le­ben, Frei­heit und Ei­gen­tum sind von Na­tur aus ge­ge­ben und kei­ne Re­gie­rung oder In­sti­tu­ti­on kann sie ent­zie­hen. Da­her muß der Wi­der­stand ge­gen Maß­nah­men oder Ge­set­ze, die grund­le­gen­den Rech­te ver­let­zen, als Aus­übung des Na­tur­rech­tes be­trach­tet wer­den.

Das Recht auf Wi­der­stand und Un­ge­hor­sam, ins­be­son­de­re ge­gen un­ge­rech­te oder un­de­mo­kra­ti­sche Re­gie­run­gen oder Ge­set­ze ist zu­dem ein Men­schen­recht. Wenn Men­schen die­se grund­le­gen­den Rech­te und Frei­hei­ten be­droht se­hen, müs­sen sie sich auf das Na­tur­recht, das oh­ne­hin über Staats­recht steht, be­ru­fen, um ihr Han­deln zu fun­die­ren. Es bil­det die sitt­li­che Grund­la­ge, um die Pflicht des Wi­der­stands ge­gen Au­to­ri­ta­ris­mus oder Un­ter­drü­ckung zu le­gi­ti­mie­ren, denn das Recht auf Le­ben, Frei­heit und Ei­gen­tum sind von Na­tur aus ge­ge­ben und kei­ne Re­gie­rung oder In­sti­tu­ti­on kann sie ent­zie­hen. Da­her muß der Wi­der­stand ge­gen Maß­nah­men oder Ge­set­ze, die grund­le­gen­den Rech­te ver­let­zen, als Aus­übung des Na­tur­rech­tes be­trach­tet werden.

Der Wi­der­stands­geist, den der Ar­ti­kel an­spricht, soll­te als prak­ti­sche Um­set­zung die­ser ethi­schen Über­le­gun­gen im po­li­ti­schen Kon­text an­ge­se­hen wer­den, denn wenn es um Un­ge­rech­tig­keit und Un­ter­drü­ckung geht, ist das not­wen­dig, die Na­tur- und Men­schen­rech­te zu wahren.

Hier noch vier Ge­dan­ken­gän­ge re­nom­mier­ter Den­ker, die sich mit Wi­der­stands­geist beschäftigten.

Im­ma­nu­el Kant (1724 – 1804) be­ton­te die Ei­gen­stän­dig­keit des in­di­vi­du­el­len Geis­tes und ar­gu­men­tier­te, dass der Wi­der­stands­geist ein Aus­druck die­ser Ei­gen­stän­dig­keit ist. Er sah dar­in ei­nen wich­ti­gen Be­stand­teil ei­ner auf­ge­klär­ten Ge­sell­schaft und ver­wies auf das Na­tur­recht als mo­ra­li­sche Grundlage.

Hein­rich Da­vid Tho­reau (1817 – 1862) ar­gu­men­tier­te, daß der Wi­der­stands­geist ei­ne mo­ra­li­sche Pflicht ge­gen­über ei­ner un­ge­rech­ten Re­gie­rung dar­stellt, prak­ti­zier­te zi­vi­len Un­ge­hor­sam und be­zog sich da­bei auf das Na­tur­recht als Ba­sis für sein Handeln.

Fried­rich Nietz­sche (1844 – 1900) sah den Wi­der­stands­geist als Mög­lich­keit, ge­gen die Her­den­mo­ral zu kämp­fen und das in­di­vi­du­el­le Po­ten­zi­al zu ent­fal­ten. Er er­mu­tig­te da­zu, sich ge­gen Kon­for­mi­tät und Mit­tel­mä­ßig­keit zu wehren.

Mar­tha Nuss­baum (geb. 1947) ist ei­ne zeit­ge­nös­si­sche Phi­lo­so­phin, die die Be­deu­tung von Wi­der­stand und in­di­vi­du­el­len Rech­ten in ei­ner ge­rech­ten Ge­sell­schaft un­ter­streicht. Sie knüpft an das Na­tur­recht an, um die Not­wen­dig­keit ei­nes um­fas­sen­den An­sat­zes zur Ge­rech­tig­keit zu un­ter­stüt­zen und in­di­vi­du­el­le Frei­hei­ten zu fördern.

Quint­essenz
Wi­der­stands­geist und Na­tur­recht bil­den zu­sam­men ei­ne grund­le­gen­de Ba­sis für die Ver­tei­di­gung von mo­ra­li­schen Prin­zi­pi­en und in­di­vi­du­el­len Rech­ten, da die­se not­wen­dig sind, um ei­ne ge­rech­te­re Ge­sell­schaft zu schaf­fen.
Wor­auf war­ten Ihr noch!

Ro­sa von Zehn­le úr
Ùjud­var, 2024.02.09

https://175er-verlag.org/.recherchiert/archive/273
https://1956-hirek.org/273

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