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🇩🇪 Na­tur­recht & Wild-Pin­keln: Ein ech­tes, erns­tes und ein­fühl­sa­mes Deut­sches Ur­teil von 2023 mit Be­zug zum Naturrecht!

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🇩🇪 In ei­ner Welt vol­ler stren­ger Re­geln und Vor­schrif­ten scheint das Ur­teil zum Wild­pin­keln am Meer, wie ein phi­lo­so­phi­scher Gruß an die Frei­heit zu sein, den ein Lü­be­cker Rich­ter ent­schied in sei­nem Ur­teil sehr un­kon­ven­tio­nell, ja fast poe­tisch, im Sin­ne des Na­tur­rech­tes:

Der Mensch hat un­ter den Wei­ten des Him­mels­zel­tes nicht min­de­re Rech­te als das Reh im Wald, der Ha­se auf dem Feld oder die Rob­be im Spül­saum der Ost­see.“ *

🇩🇪 Kon­se­quenz:
Der Be­trof­fe­ne wird frei­ge­spro­chen.
Die Kos­ten und not­wen­di­gen Aus­la­gen des Be­trof­fe­nen trägt die Staats­kas­se.

Wenn uns die Na­tur durch das Na­tur­recht er­laubt, wild­zu­pin­keln, dann kön­nen wir mit ei­nem Au­gen­zwin­kern re­sü­mie­ren: Die Na­tur hat ih­re ei­ge­nen Ge­set­ze und manch­mal sind sie so sprit­zig und er­fri­schend, daß selbst (auch ver­meint­li­che) Staats­ge­rich­te die­se ak­zep­tie­ren und das klei­ne Ge­schäft des gro­ßen Man­nes oder das Ho­cken der hol­den Weib­lich­keit am blü­hen­den Wie­sen­rain ei­nen ge­büh­ren­den Platz un­ter den un­ab­ding­ba­ren mensch­li­chen Rech­ten ein­ge­ste­hen müssen.

Da­zu drei von mir er­dach­te Me­ta­mor­pho­sen von drei be­rühm­ten Phi­lo­so­phen, die durch­aus Sinn ergeben.

Re­né Des­car­tes (1596 – 1650):
„Ich pink­le, al­so bin ich.“ – Ro­sa von Zehn­le (*1960)
Mei­ne Zi­tat­um­kehr spielt auf Des­car­tes be­rühm­tes „Co­gi­to, er­go sum“ (Ich den­ke, al­so bin ich) an und es ver­deut­licht, daß selbst die grund­le­gends­ten mensch­li­chen Hand­lun­gen die Exis­tenz des In­di­vi­du­ums be­zeu­gen und daß wir in un­se­ren all­täg­li­chen Ak­ti­vi­tä­ten stets un­ser ei­ge­nes Sein be­stä­ti­gen, auch wenn es nur durch’s uri­nie­ren ist.

Jean Jac­ques Rous­se­au (1712 – 1778):
„Der Mensch ist frei ge­bo­ren und über­all liegt er in Ket­ten.“
Der Mensch ist von Na­tur aus frei, aber er wird durch die Ge­sell­schaft und ih­re Re­geln ein­ge­schränkt. Er ver­weist auf die Vor­stel­lung, daß be­stimm­te grund­le­gen­de Be­dürf­nis­se und Frei­hei­ten des Er­den­be­woh­ners von Na­tur aus ge­ge­ben sind. Auch wenn Rous­se­au das Pin­keln nicht ex­pli­zit er­wähn­te, so dach­te er si­cher auch dar­an, spä­tes­tens wenn er selbst latrinierte.

Lud­wig Witt­gen­stein (1889 – 1951):
„Wo­von man nicht spre­chen kann, dar­über muß man pin­keln.“ – Mon­ty Py­thon, im Stil von Lud­wig Witt­gen­stein. Die­se Ver­bin­dung ist ei­ne An­spie­lung auf Witt­gen­steins phi­lo­so­phi­sche Ideen, ins­be­son­de­re auf sei­nen be­rühm­ten Satz aus sei­nem Werk „Trac­ta­tus Lo­gi­co Phi­lo­so­phi­cus“:
 „Wo­von man nicht spre­chen kann, dar­über muß man schwei­gen.“
In die­ser As­so­zia­ti­on wird al­so der Sinn um­ge­dreht, um hu­mor­voll zu be­to­nen, daß das, wor­über man nicht spre­chen kann, statt­des­sen durch das Han­deln (pin­kelnd) ausdrückt.

Ich stel­le al­so fest:
„Es ist die Frei­heit, die uns stets be­glei­tet, selbst beim Gang zur Na­tur­toi­let­te.„
Mei­ne Aus­sa­ge greift zwar scherz‑, aber ernst­haft Sar­tres Exis­ten­tia­lis­mus auf, der die Idee be­tont, daß der Mensch in ei­ner ab­sur­den Welt die Frei­heit hat, sei­ne Exis­tenz durch sei­ne Ak­ti­vi­tä­ten zu ge­stal­ten, doch zeigt sich ge­ra­de in den all­täg­lichs­ten und ba­nals­ten Hand­lun­gen, wie un­ver­meid­lich Frei­heit ist.

Im Ur­teil wird die Hand­lung des Wildpinkeln/s als Aus­druck der exis­ten­ti­el­len Frei­heit be­stä­tigt, al­so selbst in schein­bar tri­via­len Mo­men­ten. Es er­in­nert so­mit, daß Ent­schei­dun­gen und Hand­lun­gen, auch beim Pin­keln, Aus­druck un­se­rer Frei­heit sind.

Quint­essenz
Un­auf­schieb­ba­re Be­dürf­nis­se wie Es­sen, Schla­fen, Frei­heit und das Ent­lee­ren sind not­wen­di­ge Ele­men­te un­se­res Mensch­seins, die nicht durch Ge­set­ze re­gu­lier­bar sind, da sie na­tur­recht­lich ver­an­kert sind und uns so mit der Na­tur und un­se­rem in­ners­ten Selbst verbinden.

Mot­to ab so­fort:
„Pin­keln im Ein­klang mit der Na­tur – Un­ge­zwun­gen und frei!“

* In­ter­net­link zum Ur­teil:
https://www.gesetze-rechtsprechung.sh.juris.de/bssh/document/NJRE001551870

* PDF des Ur­teils zum Spei­chern:
Ur­teil-83a-OWi-739-Js-414023-jug

Ro­sa von Zehn­le úr
Ùjud­var, 2023.11.08

https://175er-verlag.org/.recherchiert/archive/2667
https://1956-hirek.org/2667

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