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🇩🇪 Hör­bei­trag 04 – His­to­ri­sche DGSS-Al­li­anz des RAB und ge­ne­rel­le Zeit­geist-Kri­tik an heu­ti­ger Se­xu­al­wis­sen­schaft: Ein Rück­blick auf den DGSS-Kon­greß in Mün­chen 2016 und auf 40 Jah­re Un­ab­hän­gig­keit des Ro­sa Archiv

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Die­ser Bei­trag wid­met sich der es­sen­zi­el­len Fra­ge, wie ein un­ab­hän­gi­ger Geist in­mit­ten ei­ner kor­rup­ten For­schungs­land­schaft be­steht, die wis­sen­schaft­li­che Er­kennt­nis­se dem Dik­tat po­li­ti­scher Op­por­tu­ni­tät und fi­nan­zi­el­ler Ab­hän­gig­kei­ten un­ter­wirft.
Kurz-Vi­deo-An­kün­di­gung
Link Kom­plett­fas­sung unten.


In vier Jahr­zehn­ten in­ten­si­ver Tätigkeit

für das von mir 1986 in Leip­zig ge­grün­de­te ROSA ARCHIV & Bi­blio­thek (RAB) stand ich im fach­li­chen Aus­tausch mit mehr als fünf­zig Pro­fes­so­ren und vie­len wei­te­ren Ho­no­ra­tio­ren, de­ren Aus­ein­an­der­set­zung mit Se­xua­li­tät, Päd­ago­gik, Recht, Po­li­tik und den ein­schlä­gi­gen Grenz­ge­bie­ten mei­ne Auf­klä­rungs­ar­beit maß­geb­lich präg­te. Wäh­rend die fach­li­che Di­stanz vie­ler Kor­re­spon­denz­part­ner auf mei­nem be­wußt un­zeit­ge­mä­ßen Wir­ken grün­de­te, soll die­ser zwei­tei­li­ge Hör­bei­trag der Be­ginn ei­ner Ge­ne­se mei­ner Ar­beits­wei­se ver­deut­li­chen, an der ich un­ge­ach­tet des ge­sell­schaft­li­chen Wan­dels und mei­nes Stre­bens nach Un­ab­hän­gig­keit stets und aus frei­em Wil­len fest­hielt, wo­bei die­se Hör­bei­trags-Rei­he samt um­fang­rei­cher und be­glei­ten­der Auf­sät­ze im Ju­bi­lä­ums­jahr 2026 ih­re Fort­set­zung fin­det und dort wei­te­re Me­tho­den und Ar­beits­wei­sen zu fin­den sein werden.

In die­sen Ta­gen bli­cke ich
auf ein be­son­de­res und in­ter­es­san­tes Ju­bi­lä­um zu­rück: Heu­te vor ge­nau zehn Jah­ren, vom 17. bis 19. Ju­ni 2016, fand im Ho­tel Platzl in Mün­chen von der DGSS der XXII. Fach­ta­gung statt. Für mich als Schwu­len­ak­ti­vist und Grün­der des 1986 in Leip­zig ins Le­ben ge­ru­fe­nen ROSA ARCHIVS & Bi­blio­thek mar­kier­te die­ser in­ter­na­tio­na­le Kon­greß ei­nen Hö­he­punkt. Un­ter dem of­fi­zi­el­len Leit­the­ma „Se­xua­li­tät als Kon­sum­gut“ setz­te ich mit mei­nem Bei­trag ei­nen be­wuß­ten Kon­tra­punkt:
„NICHT Se­xua­li­tät als Kon­sum­gut,
son­dern Se­xua­li­tät als Auf­klä­rungs­gut“.

Im Zen­trum die­ses Rück­blicks steht die tie­fe Ver­bun­den­heit zu mei­nem Men­tor und geis­ti­gen „Dr.-Vater“, Prof. Ja­kob Pas­töt­ter. Er war es, der mein Po­ten­zi­al stets er­kann­te, po­si­tiv wer­te­te (auch wenn er nicht im­mer mei­ner Mei­nung war) und mich be­reits 2016 „adel­te“, in­dem er mich in die „stol­ze Tra­di­ti­on von Prof. Fried­rich Sa­lo­mon Krauss“ stell­te und an­merk­te, daß mei­ne Ar­beit mehr leis­tet als die so man­cher „be­stall­ter“ Wis­sen­schaft­ler, wie er es aus­drück­te. Die­se Treue zur sach­be­zo­ge­nen Wahr­heit, fern­ab von je­dem „Zeit­geist­quatsch“, ver­bin­det uns bis heu­te.
Mit ei­nem Gruß und ei­nem aus­führ­li­chen Auf­satz ge­dach­te ich sei­nes 60. Ge­burts­ta­ges, zu des­sen Eh­ren ich zu­dem ein Lied in sei­ner Lieb­lings­mu­sik­rich­tung ver­faß­te und mu­si­ka­lisch um­setz­te.

Wäh­rend ein Groß­teil der heu­ti­gen Se­xu­al­wis­sen­schaft in ei­nem „ideo­lo­gi­schen Ne­bel­feld“ ver­sun­ken ist und zur „Wis­sen­schaft auf Be­stel­lung“ ver­kam, bleibt das ROSA ARCHIV ein Fels der In­te­gri­tät. Mein Cre­do war seit Be­ginn mei­ner Tä­tig­keit 1985 und ist es bis heu­te, die ab­so­lu­te Un­ab­hän­gig­keit von staat­li­chen För­der­gel­dern, um die Au­to­no­mie der ech­ten Auf­klä­rung zu wah­ren.
Ich füh­re das Er­be von Ma­gnus Hirsch­feld und sei­nen Wahl­spruch „Per sci­en­ti­am ad jus­ti­ti­am“ ehr­lich fort: ei­ne Tra­di­ti­on, die heu­te nicht mehr be­droht, son­dern be­reits von po­li­ti­schen An­pas­sungs­pa­ro­len und wis­sen­schaft­li­chen Ge­fäl­lig­kei­ten ver­drängt wur­de. Wer sich durch För­der­gel­der len­ken läßt, macht Wis­sen­schaft zum In­stru­ment frem­der In­ter­es­sen und ver­rät ih­ren ur­sprüng­li­chen Auftrag.

Mein 3. Hör­bei­trag glie­dert sich in zwei Tei­le.

Hier sind ei­ni­ge we­ni­ge in­halt­li­chen Stichpunkte:

  • Teil 1 von 2: 
  • 22. DGSS-Kon­greß 2016
  • Prof. Ma­gnus Hirschfeld
  • Prof. Sa­lo­mon Krauss
  • Prof. Pas­töt­ter
  • Paul-Mi­chel Foucault
  • För­der­geld­wis­sen­schaft
  • Ro­sa Ar­chiv, ge­gr. 1986 in Leipzig
  • 40 Jah­re OHNE Fördergelder
  • Herr Ro­sa von Zehnle 
  • …
  • Teil 2 von 2: 
  • DGSS, Rolf Gindorf
  • Prof. Ma­gnus Hirschfeld
  • Prof. Sa­lo­mon Krauss
  • Prof. Pas­töt­ter
  • Paul-Mi­chel Foucault
  • kor­rup­te Sexualaufklärung
  • käuf­li­che Gesamtwissenschaft
  • Ro­sa Ar­chiv, ge­grün­det 1986 in Leipzig
  • Herr Ro­sa von Zehnle
  • Re­sü­mee …
  • Ge­burts­tags­lied zum 60. von Prof Pastötter

Daß mein 40-jäh­ri­ges Le­bens­werk
(wel­ches ich ja noch wei­ter bis zum 50. Ju­bi­lä­um füh­re) nicht mehr ne­giert wer­den kann, be­weist die of­fi­zi­el­le staat­li­che An­er­ken­nung: Das ROSA ARCHIV wird seit 2012 als se­xu­al­wis­sen­schaft­li­che For­schungs­bi­blio­thek in der ISIL-Da­ten­bank (un­ter der Ken­nung DE-L333 – Sigel: L 333 – ISIL: DE-L333) der Staats­bi­blio­thek und der SPK zu Ber­lin ge­führt und ist am öf­fent­li­chen Deut­schen Leih­ver­kehr zu­ge­las­sen. Sei­ne um die fünf­zig lau­fen­de Me­ter Ak­ten- und Ar­chiv­ma­te­ri­al (oh­ne Bü­cher) wer­den be­reits di­gi­tal auf­ge­ar­bei­tet: mehr als 40.000 Sei­ten von über 500.000 Blatt sind be­reits bis 2026 di­gi­ta­li­siert. Mein Ziel ist es, bis zum 44. Ju­bi­lä­um 2030 den Rest (an­nä­hernd) zu schaf­fen, wo­bei ich die rei­ne di­gi­ta­le Er­fas­sung mei­ne und noch nicht die Be­reit­stel­lung.

Aus den klei­nen und mu­ti­gen An­fän­gen in der DDR,
als man uns trotz Ver­bo­te mit West-Li­te­ra­tur un­ter­stütz­te, bis zum 40-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um im Jahr 2026 blieb mein Kurs im­mer un­be­irr­bar: un­ab­hän­gig, frei und NUR der Wahr­heit verpflichtet.

Mein aus­führ­li­cher zwei­ge­teil­ter Hör­bei­trag da­zu:
Dar­in ver­tie­fe ich die Hin­ter­grün­de, wie das Ro­sa Ar­chiv mit sei­ner Ar­beit 1986 be­gann, die DGSS-Ta­gung 2016, die Zu­sam­men­ar­beit mit Prof. Pas­töt­ter, das heu­ti­ge wis­sen­schafts­feind­li­che „Sys­tem der Ge­fäl­lig­kei­ten“ und war­um wah­re Auf­klä­rung nie­mals käuf­lich sein darf.

Ge­treu dem Hirschfeld’schen Mot­to
„Per sci­en­ti­am ad jus­ti­ti­am!“ (Durch Wis­sen­schaft zur Ge­rech­tig­keit!) über­tra­ge ich die­ses auf die heu­ti­ge Zeit und er­gän­ze es:
„Per sci­en­ti­am in­de­pen­den­tem ad jus­ti­ti­am ho­ne­s­tam!“ (Durch un­ab­hän­gi­ge Wis­sen­schaft zur ehr­li­chen Ge­rech­tig­keit!).

Und hier geht es zur
Kurz-Vi­deo-An­kün­di­gung und – hier zum ge­sam­ten 4. Hör­bei­trag:
His­to­ri­sche DGSS-Al­li­anz des RAB und ge­ne­rel­le Zeit­geist-Kri­tik an heu­ti­ger Sexualwissenschaft.


Ro­sa von Zehn­le úr
Ùjud­var, 2026.06.16
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