Dieser Beitrag widmet sich der essenziellen Frage, wie ein unabhängiger Geist inmitten einer korrupten Forschungslandschaft besteht, die wissenschaftliche Erkenntnisse dem Diktat politischer Opportunität und finanzieller Abhängigkeiten unterwirft.
Kurz-Video-Ankündigung
Link Komplettfassung unten.

In vier Jahrzehnten intensiver Tätigkeit
für das von mir 1986 in Leipzig gegründete ROSA ARCHIV & Bibliothek (RAB) stand ich im fachlichen Austausch mit mehr als fünfzig Professoren und vielen weiteren Honoratioren, deren Auseinandersetzung mit Sexualität, Pädagogik, Recht, Politik und den einschlägigen Grenzgebieten meine Aufklärungsarbeit maßgeblich prägte. Während die fachliche Distanz vieler Korrespondenzpartner auf meinem bewußt unzeitgemäßen Wirken gründete, soll dieser zweiteilige Hörbeitrag der Beginn einer Genese meiner Arbeitsweise verdeutlichen, an der ich ungeachtet des gesellschaftlichen Wandels und meines Strebens nach Unabhängigkeit stets und aus freiem Willen festhielt, wobei diese Hörbeitrags-Reihe samt umfangreicher und begleitender Aufsätze im Jubiläumsjahr 2026 ihre Fortsetzung findet und dort weitere Methoden und Arbeitsweisen zu finden sein werden.
In diesen Tagen blicke ich
auf ein besonderes und interessantes Jubiläum zurück: Heute vor genau zehn Jahren, vom 17. bis 19. Juni 2016, fand im Hotel Platzl in München von der DGSS der XXII. Fachtagung statt. Für mich als Schwulenaktivist und Gründer des 1986 in Leipzig ins Leben gerufenen ROSA ARCHIVS & Bibliothek markierte dieser internationale Kongreß einen Höhepunkt. Unter dem offiziellen Leitthema „Sexualität als Konsumgut“ setzte ich mit meinem Beitrag einen bewußten Kontrapunkt:
„NICHT Sexualität als Konsumgut, sondern Sexualität als Aufklärungsgut“.
Im Zentrum dieses Rückblicks steht die tiefe Verbundenheit zu meinem Mentor und geistigen „Dr.-Vater“, Prof. Jakob Pastötter. Er war es, der mein Potenzial stets erkannte, positiv wertete (auch wenn er nicht immer meiner Meinung war) und mich bereits 2016 „adelte“, indem er mich in die „stolze Tradition von Prof. Friedrich Salomon Krauss“ stellte und anmerkte, daß meine Arbeit mehr leistet als die so mancher „bestallter“ Wissenschaftler, wie er es ausdrückte. Diese Treue zur sachbezogenen Wahrheit, fernab von jedem „Zeitgeistquatsch“, verbindet uns bis heute.
Mit einem Gruß und einem ausführlichen Aufsatz gedachte ich seines 60. Geburtstages, zu dessen Ehren ich zudem ein Lied in seiner Lieblingsmusikrichtung verfaßte und musikalisch umsetzte.
Während ein Großteil der heutigen Sexualwissenschaft in einem „ideologischen Nebelfeld“ versunken ist und zur „Wissenschaft auf Bestellung“ verkam, bleibt das ROSA ARCHIV ein Fels der Integrität. Mein Credo war seit Beginn meiner Tätigkeit 1985 und ist es bis heute, die absolute Unabhängigkeit von staatlichen Fördergeldern, um die Autonomie der echten Aufklärung zu wahren.
Ich führe das Erbe von Magnus Hirschfeld und seinen Wahlspruch „Per scientiam ad justitiam“ ehrlich fort: eine Tradition, die heute nicht mehr bedroht, sondern bereits von politischen Anpassungsparolen und wissenschaftlichen Gefälligkeiten verdrängt wurde. Wer sich durch Fördergelder lenken läßt, macht Wissenschaft zum Instrument fremder Interessen und verrät ihren ursprünglichen Auftrag.

Mein 3. Hörbeitrag gliedert sich in zwei Teile.
Hier sind einige wenige inhaltlichen Stichpunkte:
- Teil 1 von 2:
- 22. DGSS-Kongreß 2016
- Prof. Magnus Hirschfeld
- Prof. Salomon Krauss
- Prof. Pastötter
- Paul-Michel Foucault
- Fördergeldwissenschaft
- Rosa Archiv, gegr. 1986 in Leipzig
- 40 Jahre OHNE Fördergelder
- Herr Rosa von Zehnle
- …
- Teil 2 von 2:
- DGSS, Rolf Gindorf
- Prof. Magnus Hirschfeld
- Prof. Salomon Krauss
- Prof. Pastötter
- Paul-Michel Foucault
- korrupte Sexualaufklärung
- käufliche Gesamtwissenschaft
- Rosa Archiv, gegründet 1986 in Leipzig
- Herr Rosa von Zehnle
- Resümee …
- Geburtstagslied zum 60. von Prof Pastötter
Daß mein 40-jähriges Lebenswerk
(welches ich ja noch weiter bis zum 50. Jubiläum führe) nicht mehr negiert werden kann, beweist die offizielle staatliche Anerkennung: Das ROSA ARCHIV wird seit 2012 als sexualwissenschaftliche Forschungsbibliothek in der ISIL-Datenbank (unter der Kennung DE-L333 – Sigel: L 333 – ISIL: DE-L333) der Staatsbibliothek und der SPK zu Berlin geführt und ist am öffentlichen Deutschen Leihverkehr zugelassen. Seine um die fünfzig laufende Meter Akten- und Archivmaterial (ohne Bücher) werden bereits digital aufgearbeitet: mehr als 40.000 Seiten von über 500.000 Blatt sind bereits bis 2026 digitalisiert. Mein Ziel ist es, bis zum 44. Jubiläum 2030 den Rest (annähernd) zu schaffen, wobei ich die reine digitale Erfassung meine und noch nicht die Bereitstellung.
Von den kleinen und mutigen Anfängen in der DDR, als uns nicht nur trotz Verbote mit West-Literatur unterstützte, bis zum 40-jährigen Jubiläum im Jahr 2026 blieb mein Kurs immer unbeirrbar: unabhängig, frei und NUR der Wahrheit verpflichtet.
Mein ausführlicher zweigeteilter Hörbeitrag dazu:
Darin vertiefe ich die Hintergründe, wie das Rosa Archiv mit seiner Arbeit 1986 begann, die DGSS-Tagung 2016, die Zusammenarbeit mit Prof. Pastötter, das heutige wissenschaftsfeindliche „System der Gefälligkeiten“ und warum wahre Aufklärung niemals käuflich sein darf.
Getreu dem Hirschfeld’schen Motto
„Per scientiam ad justitiam!“ (Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit!) übertrage ich dieses auf die heutige Zeit und ergänze es:
„Per scientiam independentem ad justitiam honestam!“ (Durch unabhängige Wissenschaft zur ehrlichen Gerechtigkeit!).
Und hier geht es zur
Kurz-Video-Ankündigung und – hier zum gesamten 4. Hörbeitrag: Historische DGSS-Allianz des RAB und generelle Zeitgeist-Kritik an heutiger Sexualwissenschaft.
Rosa von Zehnle úr
Ùjudvar, 2026.06.17
♛ Rózsa Magyar Rádió ♛
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