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🇩🇪 Christian Knuth vom MÄNNER-Magazin und die Grenzen moralischer Urteile – Ein Chefredakteur zwischen publizistischer Verantwortung, öffentlicher Kritik und der Gefahr, daß moralische Maßstäbe eines Tages auf einen selbst zurückfallen.

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Wer in lei­ten­der publi­zis­ti­scher Ver­ant­wor­tung schreibt, prägt öffent­li­che Debat­ten mit. Umso wich­ti­ger ist es, zwi­schen Tat­sa­chen, Bewer­tun­gen und mora­li­schen Schluß­fol­ge­run­gen zu unter­schei­den. Der fol­gen­de Bei­trag ord­net die bekann­ten Fak­ten ein und zeigt, war­um Zurück­hal­tung manch­mal die grö­ße­re Stär­ke ist. Öffent­li­che Stel­lung­nah­men kön­nen Dis­kus­sio­nen ansto­ßen, aber auch Dyna­mi­ken ent­fal­ten, die sich spä­ter ver­selb­stän­di­gen kön­nen. Gera­de des­halb lohnt ein gay­nau­er Blick auf die Fak­ten, die zeit­li­chen Abläu­fe und die Ver­ant­wor­tung der­je­ni­gen, die den öffent­li­chen Dis­kurs mitgestalten.


K O M M E N T A R
Wie sich auch der schwule Zeitgeist seine Meinungen so hinbiegt,

daß er in die heutige Gesellschaft paßt,
weil man ja auf keinen Fall anecken will.

Hal­lo (Sternchen)Christian,
in Anbe­tracht Dei­nes heu­ti­gen Kom­men­tars auf maenner.media* zur Debat­te um Rosa von Zehn­le, also mich und den Umgang mit unse­rer Schwu­len­ge­schich­te ist eine grund­le­gen­de und schar­fe Kri­tik an Dei­ner Vor­ge­hens­wei­se gebo­ten.
Aus­lö­ser für Dich war mein gest­ri­ger Bei­trag:
„Guten Tag, ich bin Rosa von Zehn­le, ich reagie­re nur auf die Pro­no­men ER oder IHM. Ach, Ent­schul­di­gung, man sieht es doch optisch.“ – Ein öffent­li­cher Ant­wort­brief zum Pro­no­men-Zir­kus.
* Dis­kus­si­on nicht wirk­lich gewünscht und ange­sagt. Der Bei­trag wur­de weni­ge Tage nach Erschei­nen wie­der gelöscht und kann aber jetzt im RAB nach­ge­le­sen wer­den.

Vor­weg möch­te ich eine wesent­li­che Bemer­kung tun,
die auf Dei­ne Unter­über­schrift zu Dei­nem Kom­men­tar hin­weist, wel­che jeg­li­che Grund­la­ge ver­mis­sen läßt und völ­lig an den Haa­ren her­bei­ge­zo­gen ist, da sie in kei­nem inhalt­li­chen Zusam­men­hang zu mei­nem Text steht. Die von Dir gewähl­te Unter­über­schrift „Über einen Archiv­be­trei­ber, der Kin­der­schutz hin­ter Pro­no­men-Pole­mik ver­steckt“ kon­stru­iert einen inhalt­li­chen Zusam­men­hang, der in mei­nem ursprüng­li­chen Arti­kel NICHT zu fin­den ist. Es han­delt sich hier­bei um eine bewuß­te Ver­zer­rung mei­ner Argu­men­ta­ti­on, um den Kern mei­ner Kri­tik zu einem völ­lig ande­rem The­ma zu dis­kre­di­tie­ren und in einen pole­mi­schen Kon­text zu rücken. Die Behaup­tung, ich wür­de Kin­der­schutz hin­ter einer Pro­no­men-The­ma­tik ver­ste­cken, ist schlicht­weg sach­fremd und ent­behrt jeder Grund­la­ge.
Aber gay­n­au so funk­tio­niert jedoch die heu­ti­ge Pres­se:
Statt sich an Tat­sa­chen und Rea­li­tä­ten zu ori­en­tie­ren, wird nach den herr­schen­den Dog­men ge- und ver­ur­teilt und die­se wer­den mit einer bewuß­ten Pro­vo­ka­ti­on ver­brei­tet, um das öffent­li­che Bild zu mani­pu­lie­ren.

Also legen wir los,
denn Archi­ve haben eine lei­der für den Zeit­geist sehr schlech­te Ange­wohn­heit: sie archi­vie­ren alles und ver­ges­sen nichts.
Laß uns also ein­mal über Dei­ne eige­ne redak­tio­nel­le Bio­gra­fie spre­chen, anstatt den Blick nur auf ande­re zu rich­ten. Es ist bemer­kens­wert, wie Du heu­te über his­to­ri­sche Dis­kur­se urteilst, obwohl Du seit über zwei Jahr­zehn­ten selbst an (auch an zen­tra­len) Stel­len für Publi­ka­tio­nen tätig bist, die in ihrer Geschich­te gay­n­au jene Posi­tio­nen ver­tra­ten, die Du heu­te an mir so scharf kri­ti­sierst.
(Hin­weis vor­ab: die­se Daten sind grob recher­chiert, da mir eine auf­wen­di­ge Tie­fen­re­cher­che in die­ser Ange­le­gen­heit – noch – nicht wert­voll erscheint.)

Hier ist der unge­fäh­re Über­blick Dei­ner beruf­li­chen Stationen:

  • Um 2000 bis 2006: Euro­gay (Online­por­tal):– ers­te jour­na­lis­ti­sche bzw. redak­tio­nel­le Mitarbeit;
  • Um 2006: blu Medi­en­grup­pe, Betreu­ung der nord­deut­schen Aus­ga­be; journalistische/redaktionelle Tätigkeit;
  • Um 2013: hin­nerk (Teil der blu Medi­en­grup­pe): ver­ant­wort­lich für die Hamburger/norddeutsche Ausgabe.
  • 2020 bis heu­te (2026): männer.media: Chef­re­dak­teur Online / Mit­glied der Chefredaktion;

Und Du soll­test auch bit­te unbe­dingt
Dein Ver­hält­nis zur Sie­ges­säu­le (SiS) etwas kri­tisch hin­ter­fra­gen, denn auch wenn Du dort wohl nie als Redak­teur tätig warst, trittst Du seit Jah­ren regel­mä­ßig als Inter­view­part­ner, Funk­ti­ons­trä­ger und ehe­ma­li­ger CSD-Vor­stand auf: sei es bei der Bericht­erstat­tung über Dei­ne Vor­stands­wahl 2016 (als Radio­gast) bei Dei­nem Rück­tritt 2018 oder durch Dei­ne Reform­ideen 2021.
Wer sich so tief in Struk­tu­ren bewegt, die den his­to­ri­schen Dis­kurs (auch zur Pädo-Debat­te) maß­geb­lich geprägt haben, muß bei einem ehr­li­chen Stand­punkt zur heu­ti­gen Debat­te auch öffent­lich und kon­se­quent die Distanz wah­ren, anstatt von die­sen Platt­for­men zu pro­fi­tie­ren, wäh­rend er gleich­zei­tig ande­re angreift.
Das wäre Kon­se­quenz, doch wer han­delt schon kon­se­quent, wenn es nur sei­ner Repu­ta­ti­on scha­den könn­te.

Zum The­ma Pädo­phi­lie sei hier unmiß­ver­ständ­lich klar gestellt:
Es ist gebo­ten, in die­ser Debat­te eine strik­te und prä­zi­se Dif­fe­ren­zie­rung vor­zu­neh­men, wie sie fak­tisch und recht­lich zwin­gend ist. Ich unter­schei­de zwi­schen Pädo­phi­lie als Nei­gung und Kin­des­miß­brauch als straf­ba­re Hand­lung eben­so radi­kal, wie es ange­bracht ist, anstatt die­se bei­den grund­ver­schie­de­nen Sach­ver­hal­te in einen Topf zu wer­fen und damit jeg­li­che sach­li­che Beur­tei­lung zu ver­un­mög­li­chen.
Man wird die­sen Unter­schied zwar wei­ter­hin aus­blen­den und mir des­sen begriff­li­che Tren­nung ver­wei­gern wol­len, aber das geht mir an dem Kör­per­teil vor­bei, auf dem die Zeit­geist­ler sit­zen und ver­su­chen, neue und für heu­te pas­sen­de Ver­ur­tei­lun­gen und neue Ver­dre­hun­gen von rea­len Begriff­lich­kei­ten aus­zu­brü­ten, die sich aber letzt­lich alle­samt als fau­le Eier ent­pup­pen und bis in den Him­mel stin­ken wer­den.

Das ich Trans­men­schen ver­höh­nen wür­de,
wie Du schreibst, wei­se ich eben­so strikt zurück. Wer mir eine sol­che Absicht unter­stellt, ver­kennt nicht nur mei­nen sach­lich geführ­ten Bei­trag zum Pro­no­men-Zir­kus, son­dern igno­riert gänz­lich mei­ne eige­ne Geschich­te. Wäh­rend Du noch im Sand­kas­ten spiel­test, habe ich in der DDR bereits gegen die Dis­kri­mi­nie­rung von Trans­men­schen ener­gisch Par­tei ergrif­fen. Ich erin­ne­re an den Vor­fall im Leip­zi­ger Café Cen­tra, einem Treff­punkt für Schwu­le, Les­ben und Trans­per­so­nen, wo ich mich nach einer ver­ba­len Aus­ein­an­der­set­zung eines Trans-Gas­tes mit dem Per­so­nal in einem offi­zi­el­len Gäs­te­buch­ein­trag scharf beschwert habe. Die­se Inter­ven­ti­on führ­te weni­ge Tage spä­ter zu einer förm­li­chen Ent­schul­di­gung der Gast­stät­ten­lei­tung. Erzäh­le mir also bit­te nichts über mei­ne Hal­tung; mei­ne Taten spre­chen eine deut­li­che­re Spra­che als Dei­ne halt­lo­se Pole­mik.
Ich habe zudem Trans­men­schen beglei­tet, bei Ihren ope­ra­ti­ven Geschlechts­um­wand­lun­gen, die in der DDR in den 1980er Jah­ren an der Leip­zi­ger Uni-Kli­nik gemacht wur­den. Also bit­te Mund hal­ten, wenn man nur sinn­lo­ses Getöns daher plap­pert. Den Gäs­te­buch­ein­trag habe ich noch als Kopie, den wer­de ich schnellst­mög­lich als Beweis nachreichen.

Doch zurück (Sternchen)Christian zu Dir ‚
der sich gern und öffent­lich als Penisträger*in bezeich­net und sich selbst in sei­nem You­tube-Kanal als Links­grün­ver­siff­ter Que­er-Jour­na­list mit Freu­de an der Natur bezeich­net, aber abwe­gig von mei­ner Ver­wirk­li­chung des Natur­rech­tes spricht.
Aus Dei­nem MÄN­NER-Media-Kom­men­tar ergibt sich für mich die Kri­tik, die ich in sie­ben Punk­ten zusam­men fas­sen möchte.

Ers­tens wer­fe ich Dir einen fun­da­men­ta­len Man­gel an per­sön­li­cher Inte­gri­tät vor. Indem Du in Medi­en­struk­tu­ren ver­harrst, die his­to­risch auch die­se Pädo-Debat­ten aus­führ­lich führ­ten, pro­fi­tierst Du beruf­lich von der Kon­ti­nui­tät die­ser Maga­zi­ne und heu­ti­gen Medi­en-Häu­ser (die sich die­se eins­ti­gen frei­en schwu­len Maga­zi­ne ein­ver­leibt haben) und ver­leug­nest dabei aber deren Geschich­te, anstatt Dich ihr zu stel­len.
Pfui, was für eine Heu­che­lei!

Zwei­tens betreibst Du eine mora­li­sche Asym­me­trie. Anstatt Dich der his­to­ri­schen Last Dei­ner eige­nen Arbeits­um­ge­bung zu stel­len, wählst Du den Weg der Pro­jek­ti­on, um von Dei­ner heu­te per­sön­li­chen Ein­bet­tung in die­se Sys­te­me abzu­len­ken.
Pfui, was für eine Heu­che­lei!

Drit­tens man­gelt es Dei­nem Vor­ge­hen an Anstand. Ein red­li­cher Akteur wür­de die eige­ne Geschich­te auf­ar­bei­ten, anstatt mit dem Fin­ger auf Zeit­zeu­gen wie mich zu zei­gen. Durch das stän­di­ge Anpran­gern ande­rer sicherst Du ledig­lich Dei­ne Posi­ti­on als zeit­geist­kon­for­mer Wort­füh­rer.
Pfui, was für eine Heu­che­lei!

Vier­tens instru­men­ta­li­sierst Du den aktu­el­len Dis­kurs als Schutz­schild, indem Du die heu­ti­ge mora­li­sche Über­le­gen­heit rekla­mierst, ver­suchst Du, Kri­tik an Dei­ner eige­nen Bio­gra­fie und Dei­nem beruf­li­chen Umfeld im Keim zu ersti­cken.
Pfui, was für eine Heu­che­lei!

Fünf­tens ver­rätst Du die ursprüng­li­che Idee der Eman­zi­pa­ti­on. Du betreibst eine ideo­lo­gi­sche Säu­be­rung, die jede his­to­risch fun­dier­te Mei­nung unter­drückt, nur um Dei­nen Auf­stieg im bestehen­den Sys­tem nicht zu gefähr­den. Das ken­ne ich noch aus der DDR.
Pfui, was für eine Heu­che­lei!

Sechs­tens cha­rak­te­ri­siert Dein Agie­ren eine auf­ge­setzt freund­lich und ver­lo­ge­ne Grund­hal­tung. Du genießt die Pri­vi­le­gi­en eines Sys­tems, wel­ches Du zum Aus­gangs­punkt Dei­ner Angrif­fe machst, was von einer oppor­tu­nis­ti­schen Anpas­sung an wech­seln­de gesell­schaft­li­che Kon­junk­tu­ren zeugt.
Pfui, was für eine Heu­che­lei!

Sieb­tens for­de­re ich ehr­li­chen Anstand ein. Wah­re Inte­gri­tät wür­de bedeu­ten, sich der eige­nen Ver­gan­gen­heit zu stel­len, Ver­ant­wor­tung für die Struk­tu­ren zu über­neh­men, in denen Du wirkst, und die eige­ne Argu­men­ta­ti­ons­ba­sis zu prü­fen, anstatt sich auf Kos­ten ande­rer als mora­li­sche Instanz zu insze­nie­ren.
Super, das wäre Anstand, Hal­tung, Kon­se­quenz und kei­ne Heu­che­lei!

Es ist Zeit, daß Du dar­über nach­denkst,
daß jede Ära ihre eige­nen Prä­gun­gen und Sicht­wei­sen her­vor­bringt. In vier­zig Jah­ren wer­den die kom­men­den Gene­ra­tio­nen auf Eure heu­ti­ge Ein­stel­lung bli­cken und viel­leicht gay­n­au das tun, was Du heu­te mit unse­rer schwu­len Ver­gan­gen­heit tust: Sie wer­den das, was Ihr heu­te für den mora­li­schen Gip­fel hal­tet, ver­leug­nen und wie­der umdeu­ten.
Es steht uns nicht zu, die Zei­ten gegen­ein­an­der aus­zu­spie­len, son­dern wir soll­ten die Geschich­te als das aner­ken­nen, was sie ist.
Ich bin nach wie vor der Über­zeu­gung, daß ein offe­ner, respekt­vol­ler Dis­kurs ohne ideo­lo­gi­sche Scheu­klap­pen uns alle wei­ter­brin­gen kann, denn wir alle tra­gen Ver­ant­wor­tung für ein gemein­sa­mes und bes­se­res Mit­ein­an­der.

Und ein letz­ter Gedan­ke,
den Ihr Zeit­geis­ter ALLE ernst neh­men soll­tet,
auch Du (Sternchen)Christian,
denn dar­über hin­aus wäre in Dei­ner Posi­ti­on mehr Zurück­hal­tung bei der mora­li­schen Ver­ur­tei­lung ande­rer gebo­ten. Das Schick­sal von Ralf Dose, der die Magnus-Hirsch­feld-Gesell­schaft (MHG) über 44 Jah­re hin­weg maß­geb­lich auf­ge­baut hat und bei den ers­ten nicht ein­mal im Vor­feld unter­such­ten Anschul­di­gun­gen den­noch umge­hend fal­len­ge­las­sen wur­de, soll­te Dir als war­nen­des Bei­spiel die­nen.
Zum Fall Ralf Dose wird es in die­ser Woche noch einen sehr aus­führ­li­chen Bei­trag geben und dazu zudem ein Hör­bei­trag.
Es ist leicht, sich auf mora­li­schen Hoch­mut zu stüt­zen.
Hüte Dich daher davor, mit über­heb­li­cher Rhe­to­rik Maß­stä­be zu set­zen, an denen Du Dich womög­lich selbst eines Tages mes­sen las­sen mußt.
Wirst Du dann viel­leicht das nächs­te Zeit­geist-Opfer wer­den?
Wer im Glas­haus sitzt, darf auch gern mit Stei­nen wer­fen, denn jeder ist sei­nes Glü­cke Schmied selbst.

Und noch etwas:
Ich kann mir eine sol­che öffent­li­che Mei­nungs­äu­ße­rung leis­ten, weil ich unab­hän­gig von För­der­gel­dern oder der Gunst von Insti­tu­tio­nen bin und 40 Jah­re lang war. Dar­auf bin ich STOLZ!
Von Dir und ande­ren in ver­gleich­ba­ren Posi­tio­nen wäre hin­ge­gen deut­lich mehr Zurück­hal­tung gebo­ten. Es liegt mir fern, ande­re Men­schen anzu­schwär­zen. Doch wer eine öffent­li­che Debat­te in einer Wei­se befeu­ert, die mora­li­sche Ver­ur­tei­lun­gen begüns­tigt, muß damit rech­nen, daß sich die­sel­be Dyna­mik irgend­wann gegen ihn selbst oder sein Umfeld rich­tet: sei es nur, weil Drit­te im jewei­li­gen Zeit­geist nach Auf­merk­sam­keit oder Aner­ken­nung suchen. Das soll­ten Du und alle, die sol­che Kom­men­ta­re ver­fas­sen, beden­ken, bevor Ihr Euch als mora­li­sche Instanz über ande­re erhebt.

Mit bes­ten und frei­en Grü­ßen,
Rosa von Zehn­le úr.

schrei­ben­dER, her­aus­ge­bER, musik­ma­chER, krea­ti­vER,
volks-phi­lo­so­phie­ren­dERnatur­recht­lER
zudem inha­bER und machER des
Rosa Archiv & Biblio­thek
gegr. 1986 in Leip­zig
und grün­dER und machER des
175er Ver­lagTROTZ Ver­lag
- – - – - – -
Arti­kel-Serie begin­nend ab 2026 zum Rosa Archiv:
40 Jah­re ROSA ARCHIV & Biblio­thek 2026
aber auch GLB: Rezen­sio­nen & Kom­men­ta­re
und eben­so die ab 2026 begon­ne­ne Rei­he:
Hör­bei­trä­ge (Pod­cast)
auch zu Szene-Themen!

Klei­ne Zusatz­be­mer­kun­gen:
Daß Du (Sternchen)Christian bei Dei­nem Arti­kel die Kom­men­tar­funk­ti­on abge­schal­tet hast, ist bezeich­nend. Es ist offen­sicht­li­che Absicht, denn der heu­ti­ge Zeit­geist läßt kei­ne Kri­tik mehr zu und ist zu einem Ein­heits­brei ver­kom­men, den jeder hin­zu­neh­men und jeder mit­zu­löf­feln hat, wenn er am För­der- und Fut­ter­trog blei­ben will.
Wer mich kennt, wird wis­sen, daß ich mich davon nicht beein­dru­cken las­se.
Ich bin mir mei­ner Linie treu und kon­se­quent und neh­me auch Haft auf mich, wenn ich Frei­heit im Den­ken und Han­deln bedroht sehe oder mich gegen Unge­rech­tig­keit weh­ren muß.

Das war im von mir 2009 auf­ge­deck­ten LSVD-Skan­dal: „Homo­pho­bie unter dem Logo des LSVD“ so
(Zur Situa­ti­on damals hier einen Kom­men­tar von mir und hier der gesam­te Fall)
und auch bei dem zwei­ten Fall zog ich zehn Tage Ersatz­haft vor, als mit der Bezah­lung einer Stra­fe das Urteil letzt­lich anzu­er­ken­nen.
Damals ging es um die Bun­des­tags­pe­ti­ti­on Reha­bi­li­tie­rung aller und Ent­schä­di­gung der (noch leben­den) in Deutsch­land wegen § 175 Ver­ur­teil­ten, in der ich dort ein Haken­kreuz, nicht der Ver­herr­li­chung der Natio­nal-Sozia­lis­ten gra­phisch anbrach­te, son­dern um auf einen Juden­has­ser auf­merk­sam zu machen, der da sei­nen Mist von sich gab.
Der Witz:
Kei­nen der knapp 6.000 Unter­zeich­ner hat­te das HK gestört, denn alle hat­ten den Zusam­men­hang rich­tig gese­hen und unter­zeich­net haben Dut­zen­de Profs, MdBs, MdLs, usw. – und annä­hernd fünf­zig Pro­zent waren Unter­zeich­ne­rin­nen, also weib­lich.
Die Straf­an­zei­ge kam, übri­gens nicht,
wie ich erst dach­te, von Vol­ker Beck (der zwar die Fei­er­lich­kei­ten) aber nicht die kom­plet­te Über­ga­be der Peti­ti­on im Reichs­tag ver­hin­der­te (sie wur­de dann spä­ter sogar in einem Aus­schuß des Bun­des­ta­ges the­ma­ti­siert und behan­delt), son­dern die Anzei­ge kam, was ich erst spä­ter erfuhr, von einem ehe­ma­li­gen STA­SI-Spit­zel aus Leip­zig, der mich nach der Wen­de bis in die 2000er Jah­re immer wie­der anschwärz­te. Dazu wird spä­ter auch ein Bei­trag folgen.


Rosa von Zehn­le úr
Ùjud­var, 2026.06.29
♛ Róz­sa Magyar Rádió ♛
non pro­fit · © q‑art-in 2026
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